Unsere Zeit beim Schumann-Austausch

In diesem Schuljahr haben wir am Schuman-Austausch teilgenommen. Der Austausch dauert insgesamt vier Wochen: Zwei Wochen verbringt man in Deutschland und zwei Wochen in Frankreich, Luxemburg oder Belgien. 

Frau Deconchat hat uns während des Bewerbungsprozesses betreut. Das hat sehr geholfen! 

Nun möchten wir euch von unseren Erfahrungen erzählen.

Zu Beginn waren wir beide ziemlich nervös. Schließlich kannten wir unsere Austauschpartnerinnen und deren Familien vorher kaum. Doch schon nach wenigen Tagen legte sich die Unsicherheit. Besonders schön war, dass die Gastfamilien uns sehr herzlich aufgenommen haben. In einer Familie konnte sogar relativ gut Deutsch gesprochen werden, was den Einstieg erleichterte. Trotzdem haben wir schnell gemerkt, wie wichtig es ist, sich auf die Sprache einzulassen und einfach zu versuchen, Französisch zu sprechen.

Der Schulalltag in Frankreich unterschied sich deutlich von unserem. Der Unterricht begann meist erst gegen 9 Uhr, dauerte dafür aber häufig bis 17:30 Uhr. Mittags aßen fast alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in der Kantine. Das Essen war abwechslungsreich und lecker – mit verschiedenen Hauptgerichten, einer Salatbar und Nachtisch. Nach der Schule standen oft gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. Manche von uns besuchten mit ihren Austauschpartnerinnen die Musikschule, andere gingen reiten, bowlen oder unternahmen Ausflüge.

Auch das Familienleben war spannend. Eine von uns erlebte, wie ihre Austauschpartnerin zwischen den getrennt lebenden Eltern wechselte, sodass nach einer Woche sogar die Unterkunft gewechselt wurde. Dadurch konnten wir zwei unterschiedliche Familien kennenlernen und viele neue Eindrücke sammeln. Besonders schön waren gemeinsame Unternehmungen wie ein Familiengeburtstag in Metz, ein Theaterbesuch, ein Ausflug in eine Madeleinefabrik oder Treffen mit den Freundinnen unserer Austauschpartnerinnen.

Natürlich gab es auch lustige kulturelle Unterschiede. Für Erstaunen sorgte zum Beispiel die Tatsache, dass Leitungswasser in Deutschland nicht kostenlos im Restaurant angeboten wird. Umgekehrt waren unsere französischen Gäste überrascht, dass es bei uns Dinge wie große Eisbecher gibt, die sie aus Frankreich nicht kannten.

Als unsere Austauschpartnerinnen anschließend nach Deutschland kamen, konnten wir ihnen unseren Alltag zeigen. Vormittags besuchten wir gemeinsam die Schule, nachmittags unternahmen wir verschiedene Freizeitaktivitäten, zum Beispiel Schwimmen oder Klettern. Außerdem zeigten wir ihnen unsere Umgebung, unter anderem das Deutsche Eck in Koblenz und die Stadt Diez. Anfangs fiel es unseren Gästen manchmal schwer, sich auf Deutsch zu verständigen oder sich an den frühen Schulbeginn zu gewöhnen. Doch schon nach wenigen Tagen wurden sie immer sicherer und verstanden sich gut mit unseren Familien und Freundeskreisen.

Insgesamt war der Schuman-Austausch für uns eine unvergessliche Erfahrung. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und viel über das Leben in Frankreich und Deutschland gelernt. Besonders vermissen wir noch heute das leckere französische Essen – vor allem das Frühstück.

Wir können den Schuman-Austausch allen Schülerinnen und Schülern nur empfehlen. Man lernt nicht nur die Sprache besser, sondern gewinnt auch viele wertvolle Erfahrungen und Erinnerungen, die lange bleiben. 

 

Am letzten Schultag wurden wir mit einer Urkunde für unser internationales Engagement geehrt. 

 

Sophie Biedermann und Nina Röse (Klasse 8a)

 

Schuman-Austauschprogramm:   Für mehr Informationen hier klicken

 

 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Sa, 04. Juli 2026

Bild zur Meldung

Downloads

Weitere Meldungen