Allgemeines

Die MSS (Mainzer Studienstufe) umfasst mit den Klassenstufen 11 bis 13 die gymnasiale Oberstufe. Diese baut auf der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Sekundarstufe I auf und vertieft und erweitert diese mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler zur Allgemeinen Hochschulreife zu führen, die zum Studium aller Fächer an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland befähigt. In Rheinland-Pfalz ist die gymnasiale Oberstufe seit der Einführung des Kurssystems in der Form der „Mainzer Studienstufe (MSS)“ organisiert. Die MSS ist die rheinland-pfälzische Form des Kurssystems in der gymnasialen Oberstufe. Sie ist seit 1975 eingeführt und wurde seitdem mehrfach strukturell und inhaltlich schrittweise weiterentwickelt, um den sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen im Sinne der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen. Die derzeit gültige Struktur wurde 1999 flächendeckend an allen allgemeinbildenden Gymnasien und Gesamtschulen eingeführt.

 

Wesentliche Ziele der MSS sind:

 

Spätestens in der 10. Klasse sollte jede Schülerin und jeder Schüler zusammen mit den Lehrkräften und den Eltern ernsthaft prüfen, ob der Besuch der MSS die richtige Entscheidung ist oder ob nach Abschluss der Sekundarstufe I („Mittlere Reife“) ein anderer, z.B. praxisorientierterer Ausbildungsweg eingeschlagen werden sollte. Auch die Schullaufbahnberatung kann bei dieser Frage wichtige Hinweise geben.


Die MSS setzt solide Vorkenntnisse, Leistungsbereitschaft und Interesse an theoretischer Arbeit voraus. Wer diese Voraussetzungen nicht mitbringt, wird in der Oberstufe kaum Erfolg haben, selbst wenn er Fächer „abwählen“ kann oder ein „ungeliebtes“ Fach „nur“ noch als Grundfach belegt.


Auch die gegenüber der Sekundarstufe I größere zeitliche Belastung und der neue Arbeitsrhythmus müssen bedacht werden: Freie Zwischenstunden am Vormittag und Nachmittagsunterricht sind der Preis für ein breites Fächerangebot der Schule. Die Zwischenstunden bieten Möglichkeiten z.B. zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, zur Arbeit in der Bibliothek und zum Kontakt mit den Mitschülerinnen und Mitschülern.


Die MSS  gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase und eine zweijährige Qualifikationsphase, wobei das Halbjahr 11/2 sowohl zur Einführungs- als auch zur Qualifikationsphase gehört.


Die Einführungsphase soll die Schülerinnen und Schüler mit dem System der Oberstufe vertraut machen und möglichst gleiche Voraussetzungen schaffen. In der Qualifikationsphase erwerben die Schülerinnen und Schüler die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abiturprüfung.


In der MSS findet Unterricht nicht mehr im Klassenverband statt. Die Schülerinnen und Schüler wählen verschiedene Grund- und Leistungsfächer. Leistungsfächer sind die Fächer, die man belegt, um persönliche Arbeitsschwerpunkte zu bilden. Sie sollen ein vertieftes Verständnis und spezielle Kenntnisse vermitteln und in besonderem Maße auf die Arbeitsweise der Hochschule vorbereiten. Sie werden in Kursen mit in der Regel 5 Wochenstunden unterrichtet.


Grundfächer sind Fächer, die grundlegende Kenntnisse und Einsichten in fachspezifische Denkweisen vermitteln. Sie werden in Kursen mit in der Regel 3 Wochenstunden unterrichtet.

 

Seit Einführung des vorgezogenen Abiturs wird das Abiturzeugnis in Rheinland- Pfalz spätestens am 31. März ausgehändigt, so dass die Abiturientinnen und Abiturienten ihr Studium bereits zum Sommersemester aufnehmen können.

 

Weitere Informationen zu unserer Oberstufe können Sie der folgenden Power-Point-Präsentation entnehmen, die am 05.02.2019 im Rahmen eines Elterninformationsabends präsentiert wurde. 

 

Ansprechpartner:

Michael Schade, StD

MSS-Leiter

Sophie-Hedwig-Gymnasium Diez

Danziger Straße 30

Tel.: 06432 / 927 128 oder 06432 / 927 120